Pokerraum

River – sämtliche Karten sind offengelegt

Der River ist das Offenliegen sämtlicher fünf Gemeinschaftskarten. Nachdem der Dealer die letzte Karte aufgedeckt hat, startet die letzte Bietrunde. Diese kann entweder im Showdown enden (die Spieler zeigen ihre Hand) oder einem Spieler gelingt es, die Gegner zum Wegwerfen ihrer Karten zu bewegen. Nach dem River haben alle Spieler nochmals die Chance zu agieren, täuschen und bluffen.

Die Verhältnisse der Wettrunde sind meist schon weit vor dem River klar – nur selten trifft jemand im River noch eine optimale Karte. Passiert dies entgegen jeglicher Wahrscheinlichkeiten dennoch, wird dies ein bad beat oder suck-out genannt. Meist eine sehr frustrierende Situation, da vielleicht perfekt gespielt wurde und in der sprichwörtlich letzten Sekunde doch noch verloren wurde. Anfänger nehmen die bad beats meist sehr ernst (falls sie gewonnen haben) und spielen auch zukünftig bestimmte Karten, die zwar sehr schlechte Wahrscheinlichkeiten auf den Sieg haben, jedoch durch den bad beat bereits Glück gebracht haben. Langfristig sind diese Spieler natürlich zum Bankrott verdammt, da die Verluste die seltenen bad beats weit übertreffen.

Mit den nun offen liegenden fünf Gemeinschaftskarten wird die letzte Runde angegangen. Die Spieler müssen wieder ihr voriges Wettverhalten und das ihrer Gegner in die Entscheidung mit einfließen lassen. Es ist auch möglich, eine sogenannte Scare Card (beispielsweise wird im River ein König aufgedeckt) für sich zu nutzen. Wenn in einer solchen Situation sehr aggressiv geboten wird (vorher sollte das Bietverhalten eher zurückhaltend gewesen sein), gehen viele Spieler mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit. Die Scare Card wurde in diesem Falle ihrem Namen gerecht.

Auch Tells können in der letzten Bietrunde wichtige Hinweise auf die Hände der Mitspieler geben. Wird jemand auf einmal hoch nervös, wer wird mit einem Mal passiv, wer drängt die anderen Spieler zum schnellen Handeln (ein Zeichen für eine gute Hand, der Spieler möchte seinen Gewinn schneller bekommen)?

Falls mehr als ein Spieler in der Bietrunde verbleibt, kommt es zum Showdown. Die Karten werden offengelegt und der Sieger ermittelt. Wie im Western kann es am Ende nur einen geben, der überlebt – dieser Spieler darf sich über den Pot freuen!

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