Biologisch und psychologisch wird Stress als positiver Spannungsaufbau verstanden, der dem Menschen hilft, sich in bestimmten Situationen optimal zu verhalten. Man handelt unter Stress bewusster und überdenkt seine Aktionen – damit ist Stress an sich nichts Schlechtes.
Auch beim Poker muss sich jederzeit an neue Situationen angepasst werden, hier kann psychische Spannung und Konzentration sicherlich förderlich sein. Denn allgemein sollte Poker stets gespannt gespielt werden und nicht locker vom Hocker.
Stress hat auch negative Effekte, sowohl psychisch als auch physisch – es behindert die eigenen Entscheidungen und verrät dem Umfeld zu viel über den eigenen emotionalen Zustand. Schließlich ist es genau das, was man verhindern möchte: Die Preisgabe von Informationen an die Gegner. Es gilt also, diesen Stresssituationen bestmöglich zu begegnen.
Bringen Sie sich selbst in eine Art Tiefenentspannung, ohne die Konzentration für das Geschehen am Tisch zu verlieren. Dies geht am besten über Musik, deshalb sieht man viele Poker Profis bei internationalen Events mit MP3-Player an den Tischen sitzen. Immer die Ruhe und Geduld bewahren, mit großer Disziplin und Fokussierung spielen – dann geben Sie ein unnahbares Bild von sich ab. In jedem Turnier gibt es eine Vielzahl von Bullys, die versuchen, andere Spieler durch obzönes & nerviges Verhalten zu stören. Lassen Sie sich davon nicht einschüchtern oder gar beeinflussen! An Ihnen müssen diese Einschüchterungsversuche wie an einer kalten Mauer abprallen.
Spielen Sie die Rolle des Jägers, nehmen Sie diese Rolle an und seien Sie stets in einer lauernden mentalen Haltung. Niemals in die Position eines Gejagten kommen, immer mit der emotionalen Distanz und Ignoranz auftreten. Dann haben es andere Spieler sehr schwer, Ihre Aktionen zu durchschauen. Außerdem kann eine Sphäre des Unnahbaren und Gefährlichen sicherlich nicht schaden.
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