Mit Skill wird das Geschick bezeichnet. Bestimmte Handlungen, die zwar komplex sind, aber instinktiv abgerufen werden – zur Erreichung eines bestimmten Ziels. Dies trifft auch auf die Poker Skills zu.
Das Ziel ist der Sieg der Runde beim Cash Game oder der Sieg eines Turniers. Geschickt muss gelernt und angewandt werden, hier heißt es: viel beobachten und bewusst lernen! Und wie sonst auch, gilt hier die Devise ‚Übung macht den Meister‘. Spielen Sie so oft wie möglich, nur so findet man die richtigen Ansätze, das eigene Spiel zu verbessern. Im Laufe der Zeit sollte sich das Geschick festigen.
Die Grundvoraussetzungen sind für jeden erfolgreichen Spieler (neben der einwandfreien Kenntnis der Regeln): Disziplin, Mut & Risikobereitschaft und logisches Denken. Dazu müssen Sie bereit sein, die Gegner zu provozieren und täuschen. Die Angst vor dem Verlust müssen Sie besiegen! Nur so kann ein kühler Kopf für gewinnbringendes Agieren bewahrt werden. Ein bekannter Poker-Profi gab einmal den smarten Rat ‚Spielen Sie nur, wenn Sie es sich leisten können. Wenn die Finanzen nicht stimmen, versuchen Sie das Pokern lieber erst gar nicht, denn dann fehlt die Ungezwungenheit, die zum Siegen beim Poker unbedingt gebraucht wird. ‘
Beachten Sie stets einen wichtigen Faktor beim Texas Hold’em Poker: Die Position zum Dealer und die relative Position zum Wettenden. Die Early-Position gibt Freiheiten, die Middle-Position Einsichten in die Aktionen der Gegner und die Late Position schenkt gute Druckmöglichkeiten und weitere Informationen über die Gegner. Dabei immer auf den eigenen Stack und den Ihrer Mitspieler achten.
Allgemein sollte mehr agiert werden, als reagiert. Dies muss jederzeit aggressiv geschehen! Darum geht es beim Texas Hold’em und nur deshalb hat dieses Kartenspiel eine solch unglaublich große Fangemeinde in kurzer Zeit gewonnen – nur aggressive Spieler können den Sieg davon tragen. Denn die Gegner werden bei einer Erhöhung eher aufgeben, als mitgehen. Für das Mitgehen benötigt man laut dem Gap-Konzept eine bessere Hand als für den eigenen Einsatz oder Raise.
Mit einer starken oder sogar unschlagbaren Hand immer versuchen, den Pot eher ‚zufällig‘ zu vergrößern. Also nicht selber gleich all-in gehen und damit sämtliche Gegner verscheuchen, sondern eher ein Slow-Play versuchen. Ein solch umgekehrter Bluff provoziert hohe Raises oder gar all-ins beim Gegner und wird Ihren Stack am Ende der Runde deutlich vergrößern. Lassen Sie sich bei den Slow-Play Aktionen ruhig Zeit, schließlich soll der Gegner sich viele Gedanken über Ihre Karten machen und bestenfalls zu einem falschen Schluss kommen.
Generell müssen Sie auf das Wettverhalten der Mitspieler achten. Wer geht nur mit, um mehr Karten sehen zu können (für einen möglichen Draw), wer war passiv und bietet auf einmal viele Chips? Wer ist die Calling-Station am Tisch (eine Person, die jede Erhöhung mitgeht)? All diese Informationen sind eine wichtige Basis für eigene optimale Entscheidungen. Meistens gilt bei den Spielern, dass sich die Wetthöhe mit der Handstärke trifft. Hierauf gilt es angemessen zu reagieren.
Natürlich ist die Wetthöhe eines Spielers nicht immer deckungsgleich mit seiner Handstärke. Schließlich zählen Bluffs und Slow Plays zum Repertoire eines jeden erfolgreichen Spielers! Wenn Sie einen Bluff vermuten, antworten Sie mit einem Re-Raise und zeigen Sie Stärke! Tells auf einen versuchten Bluff kann die aufkommende Nervosität beim Gegner sein, veränderte körperliche Verhaltensweisen oder das Zittern von Körperteilen.
Ähnlich eines Slow-Plays kann auch ein Tell umgekehrt eingesetzt werden. Tells, die bewusst zur Täuschung eingesetzt werden, nennt man Reverse-Tells. Wer seinen Körper wirklich beherrscht, kann sich bei einem Gebot so körperlich unbewusst verändern, dass die Mitspieler einen Bluff vermuten. Tells und Reverse-Tells sind weitere Instrumente im großen Kasten der Erfolgswerkzeuge beim Poker!
Popularity: 16% [?]