Pokerraum

Pre-Flop Strategy für Texas Hold’em

Vor dem Aufdecken der ersten drei Gemeinschaftskarten besitzt man selbst nur seine beiden Hole Cards (Startkarten). Nun sitzen vor allem Anfänger und Neulinge im Poker vor schwierigen Entscheidungen. Wie verhalte ich mich pre-flop? Was kann eine geeignete pre-flop-Strategie sein? Es müssen immerhin Entscheidungen getroffen werden, obwohl erst ein Drittel der gesamten späteren Hand bekannt ist.

Die allererste Frage, die sich stellt ist jedoch: Spiele ich mit diesen zwei Startkarten überhaupt in der Wettrunde mit? Soll ich diese Starthand lieber wegwerfen? Man muss wissen, dass im Texas Hold’em das Wegwerfen der eigenen Starthand ein starker Zug ist. Vor allem Anfänger unterschätzen diese Tatsache und spielen viel zu viele Hände. Bei 3-4 Mitspielern sollten gerade mal 30% der Hände gespielt werden, bei 5-6 Spielern sogar nur 20% – wie viele Hände spielen Sie im Schnitt? Natürlich sind diese Werte von der eigenen Position und dem eigenen Spieltypus abhängig.

Viele Poker-Spieler meinen, ein 7-Pärchen sei eine spielbare Hand, oder ein Bube 6, etc. Weit gefehlt. Mit tiefen Pärchen oder einen schlechten Kicker sollte man gerade in frühen Positionen vorsichtig sein.

Die Position bestimmt sich dadurch, wann man in der aktuellen Runde am Zug ist. So gibt es die early, late und Dealer-Position. Hier ist es immer von Vorteil, wenn man nach jemand anderen an der Reihe ist. Nur dann hat man mehr Informationen als die anderen, denn die Mitspieler mussten bereits Entscheidungen treffen, auf Grundlage derer man die eigenen Entscheidungen nun optimieren kann. Man kann auf die Aktionen der Gegner reagieren – ein großer Vorteil!

In einer späten Position hat man also die beste Übersicht über Hände, Aktionen und Verhalten der Gegner. An dieser Stelle kann man auch erkennen, ob kein Spieler eine gute Hand hat, dann heißt es, aggressiv zu sein und die Blinds zu stehlen.

Pre-Flop sollte also die Starthand gut ausgewählt werden. Dazu zählen übrigens A5, Q8, K6 nicht! Dazu muss die Position und die Zahl der Gegner in der eigene Strategie bedacht werden. Wenn der Flop dann auch noch die bereits eh starke Hand trifft, steht einem Pot-Gewinn nichts mehr im Wege!

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