Anfänger machen gern Fehler, das ist in jeder Spiel- und Sportart so, doch mit etwas Gegensteuern kann jeder Anfänger die typischen Fehler vermeiden. Durch die regelmäßigen Fehlentscheidungen sinkt der Kontostand sehr schnell und man ist schneller aus einem Turnier ausgeschieden als man es wünscht. Im Folgenden ein paar Fehler, die fast jeder Neuling im Poker macht:
Zu viele Hände werden gespielt
Als Anfänger möchte man auch gleich richtig mitmischen. Das kann man verstehen, trotzdem sollte gerade am Anfang nicht jede Starthand gespielt werden. Denn es ist sehr wichtig, an welcher Position ein Spieler am Tisch einnimmt und wie groß der eigene Stack ist (Chips). Auflistungen von starken Starthänden gibt es genügend – hieran sollte sich gerade in der Anfangszeit gehalten werden. So ist ein tiefes Pärchen oder A6, K7, Q6 keine spielbare Starthand! Die Siegwahrscheinlichkeit ist mit diesen Karten noch zu gering, um etwas ausrichten zu können.
Aberglaube
Seit jeher ist Aberglaube menschlicher Irrsinn. Es nützt nun mal absolut nichts, sich auf irgendwelche Zufälle zu verlassen. Der beste Spieler ist derjenige, der kalt und emotionslos die Situation analysiert, die Wahrscheinlichkeiten und das Verhalten der Gegner einberechnet und eine optimale Entscheidung trifft. Hier hilft kein Aberglaube. Also bitte auch die Handkombinationen verschmähen, die entgegen der Wahrscheinlichkeiten schon einmal gesiegt haben.
Das Überbewerten eines Suited–Paares (zwei Karten einer Farbe)
Nur weil die Hole Cards (Startkarten) die gleiche Farbe haben, werden sie von vielen Anfängern zwangsläufig gespielt und bis zum Showdown behalten. Es mag je nach Spielsituation gut sein, auf den Flop zu warten. Doch wird am Flop nichts getroffen, kann man die Karten guten Gewissens wegwerfen. Natürlich ist auch die Höhe eines Suited-Paares wichtig, so ist ein AK besser als 10,6. Wie sonst auch, gilt hier: Die Sieg-Möglichkeiten bestimmen die Spielbarkeit der Karten. Lieber einmal mehr aussteigen als einmal zu wenig. Gerade im No-limit Spiel kann ein zu spätes Aussteigen sehr teuer werden.
Zu hohes Limit spielen
Viele Spieler schätzen ihr Spiel als zu gut ein und spielen darauf viel zu hohe Limits. Die eigene Bankroll sollte nicht leichtsinnig aufs Spiel gesetzt werden, nie mehr als 5 Prozent der eigenen Bankroll im Spiel haben!
Die Pot-Odds und Outs nicht berechnen
Viele Anfänger kennen die Berechnungen zu Odds und Outs nicht. Daraufhin wird zu oft mitgegangen – wer die Siegchancen errechnen kann, wird langfristig mehr Spiele gewinnen und dann aussteigen, wenn es sich nicht lohnt. Auf vielen Seiten im Internet gibt es Anleitungen zu diesen recht einfachen Berechnungen.
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